13 Kommentare

  1. Als Reisewagen schätzte ich den 300TDT eines Freundes sehr, bis ihn der Rost ausser Verkehr setzte war das echt ein guter Reisewagen. Aaber… für mich hat schon der W124 nicht mehr viel gemein mit den richtig alten und währschaften Benzen à la /8, W123, W116 und W126. Nicht der Rost stört mich (Mercedes konnte noch nie rostresistente Karosserien bauen) sondern, dass das Türschliessen und die ganze Haptik des Wagens bei meinem 79er 240TD mit 330tkm für mich immer besser war als bei den nachfolgenden „Plastikbenzen“. Dieser Eindruck ist natürlich subjektiv, aber der letzte echte Benz bleibt für mich der 123 bzw. 126.

    1. Author

      Genau genommen gebe ich dir Recht. Wenn man ganz konsequent ist, sind alle Benz seit den damaligen Eisenschweinen zu verschmähen. Plastik hat seit dem 124 und ganz stark natürlich im 210 Einzug erhalten.
      Für mich war entscheidend, dass noch genug erhaltenswerte Restgene im 210 vorhanden sind, die ein Aufheben rechtfertigen. Genauso beim 124 natürlich.
      Nur wenn ich mir die heutigen Krawallbuden angucke (Stichwort „Klappenauspuff“) und der fast zwanghafte Versuch, die Modelle auch der jüngeren Generation schmackhaft zu machen, dann weiß ich, dass es von alten Tugenden unwiederbringlich weg führt.

    2. Da bin ich absolut bei Dir. Heute hatte ich einen Ortstermin in Zürich und was steht da vor dem Bürogebäude? Ein gut abgehangener aber doch gepflegter 240D 3.0 /8. Da geht mir das Herz auf, daher würde ich persönlich jeden Rappen (bzw. natürlich jeden Cent bei Dir) in solch noch ältere Wagen investieren. Ich bin von den 80er und 90er Jahren jetzt aufs Alter hin (doch schon 35…) zu den Vergaseramis der 60er und 70er gekommen. 🙂

    3. Author

      Eine schöne Entwicklung! Ich bin quasi mit Vergaseramis angefangen (kurzes Intermezzo mit einem hässlichen Mustang MK3) und bin seit jeher auf der Suche nach einem adäquaten Fahrzeug. Aber die Vielfalt der Modelle und Unterschiede im Baujahr sowie leider auch der Individualisierungswahn der Besitzer habe ich in fast 20 Jahre aktiver Suche noch nichts gefunden. Daher verfolge ich deine Berichte zur US-Car Suche mit Spannung!

    4. Findest Du den Mustang III echt so hässlich? Ich fuhr auch mal kurzfristig einen, ich fand ihn faszinierend, wie Amis auf dem kleinen Raum so viel US-Fahrgefühl unterbringen konnten. Gut, böse Zungen schimpften ihn Escort V8… 🙂
      Du hast recht, der Individualisierungstrieb der US-Car Szene ist fast so schlimm wie bei den VW und Opel-Freaks. Zumindest in der CH findest Du aber gute Autos, was suchst Du den? Die Unterschiede zwischen den Modelljahren sind ja oft marginal, da nur optisch. Ich habe immer recht offen nach einem Modell gesucht und habe den Zustand und nicht das Baujahr entscheiden lassen. Nun habe ich 2 Autos, welche in der CH nicht mal eine Abgasuntersuchung benötigen, praktischer Zufall 🙂

    5. Author

      Tja, als Pace-Car in der V8 Version mit 115PS und der Kriegsgemalung hat er mir gefallen. Aber ich hatte fälschlicherweise einen schäbigen V6 mit dem Euro 2,8l gekauft. Und dann diese Gummistossfänger…
      Es hat sich ja mittlerweile bis in die letzte Reihe herumgesprochen, dass in der Tat in der CH die bestgepflegten Fahrzeuge in Europa zu bekommen sind. Irgendwie scheint es da – zumindest in den vergangenen Jahrzehnen – einen regelrechten Kulturunterschied zu geben. Denn einerseit die vielen Vertretungen exotischer Hersteller nur in der Schweiz und andererseits die aufopferungsvolle Pflege der Besitzer machen das zum ersten Anlaufpunkt ernsthafter Suche. Ich bin ebenso völlig offen, was einen Amerikaner angeht. Gern Muscle oder Pony Car, vielleich weniger Full Size Sedan. Welchen zweiten Wagen nennst du denn dein Eigen, neben dem aktuell beschafften Prachtstück aus Übersee?

    6. Du hast die Schweizer Fahrzeugszene gut beschrieben. Vielen Schweizern ist der Einheitsbrei ein Graus. Full Size sind nun doch etwas arg gross für die Innenstädte, das gebe ich zu.
      Mein 67er Plymouth Valiant ist ein Compact Car und damit absolut tiefgaragentauglich. Daneben habe ich noch einen 75er Pontiac Firebird, damit ist meine Sammlung schon umrissen. Der beschriebene Plymouth Roadrunner gehört Max, einem unserer weiteren Autoren 🙂

    7. Author

      Das sind zwei wirklich geschmackvolle Vertreter der amerikanischen Autobaukunst. Glückwunsch dazu und natürlich allzeit gute Fahrt! Speziell auf so ein Firebird habe ich auch im Stillen immer schon ein Auge geworfen. Der geht selbst als späteres Baujahr mit einem bunten Airbrush-Adler (wie bei Bandit) auf der Motorhaube noch als Kult durch.

    8. Danke 🙂 Wobei ich hier besserwisserisch eingreifen muss: der Plymouth Valiant ist ein Schweizer. Der wurde damals von der AMAG (Importeur von VW/Audi/etc) am eigenen Fliessband gefertigt. Spannenderweise investierte man in der CH weit über 100 Stunden in die Fertigung, welche die Amis in 6 Stunden schafften. Dafür gabs aber die bessere und bergetauglichere Ausstattung sowie kein Punktschweissen und einen guten Rostschutz. Ebenso ist die Elektrik gut verlegt und macht keine Mopartypischen Probleme 🙂
      https://autosleben.com/2018/03/12/montage-schinznach-die-amag-konnte-einst-mehr-als-nur-autos-verkaufen-teil-1/

      Betreffend Firebird gebe ich Dir recht, der Adler oder auch die „after-market“ Airbrush-Kunstwerke dieser Zeit sind kult!

    9. Author

      Stimmt. Den verlinkten Artikel habe ich seinerzeit mit Spannung gelesen. Natürliche würde ich bei einer Wahlmöglichkeit das Fahrzeug aus Schzweizer Produktion vorziehen. So wie auch die wenigen Typen aus Übersee, die bei Magna / Steyer gefertigt wurden.
      Absolut kultig finde ich auch das Werbematerial und die Werbetexte, welche von der AMAG für schweizer Kunden amerikanischer Wagen konzipiert wurde. Das Beste aus zwei Welten quasi.

    10. Gibt’s da Unterlagen oder Infos zu der Fertigung von Steyr betr. Fahrzeugen aus Übersee?
      Ja die Werbetexte sind wirklich toll „V8-Brummer“ etc. solche Ausdrücke würde heute keine Marketingtante mehr verwenden 🙂
      Du sagst es, ewig haltende US-Mechanik, verfeinert mit besseren Bremsen/Kühlung und besserer Verarbeitung.

  2. Der 210er verdient definitiv mehr Aufmerksamkeit. Es hat aber auch sein Gutes, denn solange der Markt den Wagen übersieht, stehen die Chancen gut, für wenig Geld ein richtig gutes Auto zu fahren. Ich stecke viel Geld in meinen E 430 für den Erhalt und freue mich, ein Top-Auto zu haben.

    1. Author

      Das ist wohl richtig. Eben weil der Wahnsinn existiert, alle 3 Jahre den Wagen wegzuschmeissen, bieten sich in Deutschland fantastische Möglichkeiten, einen Luxuswagen für wenig Geld zu kaufen und auch erhalten zu können.

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