10 Kommentare

  1. Die Frage zur Kupferpaste kam mir auch in den Sinn, aber gegen die Werkstattanweisung will ich mal nicht ins Feld ziehen. 😉
    Als Wechselintervall für die Zündkerzen im VR6 wird von Bentley Publishers 40 000 mls/64 000 km empfohlen. (Das war die einzige Quelle, die ich auf die Schnelle gefunden habe.)

    Ein Hinweis noch zum Nachfetten der Fensterhebermechanik: Das abgebildete Castrol LMX ist ein Fett auf Mineralölbasis. Super Zeug, nutze ich auch. Für Kunststoffteile sollte man es jedoch nicht verwenden, da solche Fette zu Versprödungen führen können. Stattdessen bietet sich Silikonfett (z.B. Liqui Moly 3312) an, das nicht nur schmiert, sondern auch konservierend auf Gummi- und Kunststoffteile wirkt.

    1. Author

      Oops, dann habe ich das Wechselintervall ja fast um das Dreifache überzogen. Und das bei einem VW. Seltenes Glück, dass da nichts Schlimmeres passiert ist. Aber der VR6 Sauger ist im Vergleich zu diesem noch anfälligerem Schrott der 2010er Jahre von VW, nicht so hoch verdichtet. Bei so’nem TSI Versagermotor steht man nach 150Tkm schon vor einem kapitalen Schaden.

      Da hast du aber gewiss Adleraugen, mein Lieber. Auf diesem Kack-Bild das Schmiermittelfabrikat zu erkennen….Respekt! Danke für den Hinweis. Habe ich nicht gewußt. Diese Liqui Moly Brühe aus deiner Empfehlung besorge ich mir jedenfalls. Kommt ständig vor, Kunststoff schmieren zu müssen. Aktuelles Beispiel bei mir: die Hebel- und Klappmechanik von Stau- und Ablagefächern in diversen Autos aus dem Fuhrpark. Alle Jahrzehnte tut da ein Schmierdienst gut.

    2. So isses. Ich habe mit das Silikonfett ursprünglich für einen Bremsenservice (Schwimmsattel-Gleitbolzen mit Gummimanschette) angeschafft.
      Natürlich krabbeln zu solchen Themen immer und überall im Internet die Experten aus den Löchern, die schon „jahrelang ohne Probleme“ Fette, Kupfer- und Keramikpasten, Klärschlamm oder Ursuppe für alles und jeden Einsatzzweck verwenden, aber warum sollte man für ein paar Euro Ersparnis vorzeitigen und unnötigen Verschleiß riskieren?

    3. Author

      Mittlerweile ist fast jedes Thema zu einer Glaubenskrise aufgebauscht. Speziell in der Welt der Foren und FB Gruppen verliere ich den Überblick. Am beliebtesten derzeit in der Endlosdiskussion: Automatikgetriebeöl. Lebensfüllung, ja/nein. Wenn nein, welche vermeintlich besseren Alternativen zur Herstellerspezifikation gibt es. Bla, bla…erschhöpfend, das Ganze. Am besten beraten ist man wohl, direkt zu ZF zu gehen. Die haben auch umfangreiche Datenbanken zu Fremdfabrikaten zurück bis in die 40er Jahre und revidieren herstellerübergreifend. Nicht ganz billig, aber sehr viel besser als es eine Vertretung machen würde, da auch richtige Spülungen angeboten werden.

  2. Moin,

    Ich meine mich zu entsinnen, dass man an die Gewinne keine Kupferpaste machen sollte, weil durch die verminderte Reibung die Anzugsmomente nicht mehr stimmen und sie die Letzten lösen könnten. Ist aber hören-sagen. Festkorrodierte Zündkerzen sind auf der anderen Seite aber auch keine Freude.

    Die Steuergeräte-Frage habe ich mir auch schon gestellt. Ich vertraue hier jedoch auf die immer leistungsfähiger werdende Technik und den Nieschenmarkt.
    Vor einiger Zeit bin ich über die universellen Steuergeräte von Haltech https://www.haltech.com gestolpert. Genauso die frei programmierbare 123-Ignition. Beides sind Beispiele wie soetwas aussehen könnte. Natürlich behebt das nicht das Navi-Problem, aber es ist ja auch erst der Anfang einer Entwicklung.

    1. Author

      Danke für deinen Kommentar! Die Kupferpasten-Geschichte steht so in den Werkstattanweisungen von VW. ABER bei Chrysler z.B. wird unter Androhung von Strafe davon abgeraten. Dazu gibt es in den offiziellen Werkstattunterlagen sogar ein eigenes Kapitel. Scheint eine Glaubensfrage zu sein. Andere schreiben auch Graphitpaste vor oder nennen irgendwelche herstellerspezifischen Schmierstoffe mit gesonderter Freigabe.

      Von Haltech habe ich auch schon gehört. Deren Motor- oder Getriebesteuergeräte werden häufig im Tuningbereich eingesetzt, wenn der Hersteller wieder mal mit seinen Parametern nicht rausrückt. Der Tuningbetrieb findet dann mühselig die korrekten Parameter selbst heraus und programmiert damit das Steuergerät, welches dann gegen das Originalgerät getauscht wird. Die Stern Garage hat das beispielsweise so gemacht bei diesem Projekt. War neulich mit meinem E55 dort und habe mir das Gerät mal angesehen. Respekt und Anerkennung für den betriebenen Aufwand!

  3. Wenn ich ein Auto mag und erhalten will, dann ist mir egal ob es wirtschaftlich sinnvoll ist, Geld reinzustecken. Ich mache es dann einfach. Sehe es als Investition in Zufriedenheit.

    1. Author

      @Berti: Das sehe ich genauso. Andere haben ihre Modelleisenbahn oder 5x Urlaub am Ballermann pro Jahr. Ich stecke die Kohle eben in unwirtschaftliche Reparaturen einer wertlosen Karre.

  4. Klasse Bericht, danke! Sehr humorvoll…wohl die beste Art mit hohen, unnötigen Kosten umzugehen.

    1. Author

      @Schmidt: Danke für die Blumen. Sarkasmus ist der Schlüssel zu allem 😉

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.