Wer ist Rayman?

Ein paar Worte über mich und ein bißchen meiner Weltanschauung:

Ich bin nur wenige Jahre davon entfernt die 40 zu knacken – also schon ziemlich alt. Im normalen Leben bin ich beruflich kaufmännisch unterwegs – welche bemerkenswerten Erfahrungen ich mit Beruf, Hobbies und automobilem Interesse machen konnte, darüber lassen sich ganze Bände füllen und davon handelt diese Seite.

Alte Autos, Elektronik, Reisen und Begegnungen mit interessanten Menschen sind meine Leidenschaft (ein Schelm, wer über die Reihenfolge nachdenkt). Und weil die Geschichten des Lebens nicht mal durch den skurrilsten Spielfilm beschrieben werden können, gehört auch immer eine Prise Sarkasmus und Ironie des Schicksals dazu.

Der Name „Rayman“ geht auf die goldenen 90er zurück. In dieser Zeit waren privat organisierte Treffen zum Computerspielen ziemlich angesagt. Und damit man beim Zocken seine liebenswerten Gegenspieler im virtuellen Gefecht auch standesgemäß anschreien anfeuern konnte, bekam jeder ein Callsign. Meines lautete „Rayman“. Alte Gewohnheiten ändert man nicht, deshalb habe ich diesen Namen nicht mehr abgelegt.

Mein größtes Hobby sind inzwischen Youngtimer – also jene Autos die noch nicht als wirklich altes Blech gelten und somit auch nicht zu horrenden Preisen in Privatauktionen gehandelt werden, nur um sie dann auf Ewig in einer beheizten Garage eines betagten Sammlers verschwinden zu lassen. Es handelt sich vielmehr um Autos, die noch zum alltäglichen Straßenbild gehören aber schon weit vom Jahreswagen oder Leasingrückläufer entfernt sind. Dabei ist es erstaunlich, wie günstig man gerade stilvolle und extravagante Yountimer-Luxusautos im Alltag bewegen kann.

So etwas zählt für mich zur gelebten und kosteneffizienten Lebensqualität. Was das ist? Ich kaufe beispielsweise ein vollausgestattetes, ehemals mit 45.000 EUR bepreistes, exotisches und 16 Jahre altes Cabriolet für 3.000 EUR und freue mich über schöne Ausfahrten bei wunderbarem Wetter. An einer Münchener Tankstelle neben mir steht schließlich ein älterer Herr an seinem neuen Bentley Azure Cabriolet (natürlich geleast) mit einem Grundpreis von 334.021 EUR. Mit ihm komme ich ins Gespräch über die Vorzüge seines zweifelohne noblen Fahrzeugs gegenüber meines Gebrauchtwagens. Der Bentley hat ein elektrisches Stoffverdeck, meiner auch. Der Wagen taugt exzellent zum Cruisen über Landstraßen, meiner auch. Der Wagen hat eine Lederausstattung mit bequemen elektrischen Sitzen, meiner auch. Der Wagen säuft 16 Liter Super Plus auf 100km, ähm, meiner auch. Was ich damit sagen will: Die Lebensqualität ist die gleiche, ob ich in einem Wagen für 3.000 EUR den Sommer beim offen fahren genieße oder in einem Wagen, dessen monatliche Leasingrate dem Kaufpreis meines Cabriolets enspricht. Das läßt sich natürlich auf alle Lebenslagen übertragen. Aber da wir uns hier ja hier in einem Autoblog befinden, belasse ich es mal dabei.
Erstaunlich wenig Menschen haben dieses Prinzip bis heute verinnerlicht. Die meisten eifern irgendwelchen diffusen Symbolen der Anerkennung nach. Was teuer, selten und vom Nachbarn begehrt und beneidet ist, muss automatisch auch das eigene Selbstwertgefühl steigern können. An das eigentlich wichtige, die Lebensqualität, denkt niemand mehr so richtig. Deshalb freut es den geneigten Youngtimer-Enthusiasten umso mehr, in heutigen Zeiten von günstigen Preisen für viel Automobil und damit guter automobiler Lebensqualität profitieren zu können.

Ich habe über die Jahre eine kleine Sammlung an ständig wechslenden Alltagsautos und Youngtimern angehäuft. Sehr interessante Geschichten lassen sich dazu erzählen.

Die meisten Menschen drehen zudem viele Jahre ihren Törn des schnöden Alltags und stellen plötzlich irgendwann fest, immens viel von einem coolen Leben verpasst zu haben. Unumkehrbar ist sowas…für diese Art vom Menschen jedenfalls. Meistens. Mal frühzeitig irgendwo rechts oder links abzubiegen bedeutet immer Risiken einzugehen und auch öfter mal gehörig vom Weg abzukommen. Aber nur dadurch entstehen Geschichten, die nicht langweilig sondern erzählenswert sind. Das beutetet einen unbequemen aber am Ende immer unterhaltsamen Weg. Gehen Sie doch einfach mal ein Stück mit.

Happy Reading!